Unterordnung:
Bevor man beginnt die erste Übung zu trainieren, sollte als Basis eine optimale Bindung zwischen Hundeführer und Hund erarbeitet werden. Als Ziel dieser Phase soll angenommen werden, dass Hundeführer und Hund ein zusammengeschweißtes Team wird, d.h. der Hund weicht nicht von der Seite des Hundeführers.
Man beginnt damit im Optimalfall nachdem sich der Hund in seinem Zuhause eingewöhnt hat (ab der 10. Lebenswoche) und betreibt es bis zum Beginn des effektiven Trainings ab dem 9, besser ab dem 12. Lebensmonat. Die Basis für diese relativ zeitaufwendige Arbeit soll sehr viel gemeinsam verbrachte Zeit zwischen Hundeführer und Hund sein.
Fährte
Vom Spürsinn zum Fährtenhund. Hunde haben einen ausgeprägten Geruchssinn. Diese Eigenschaft muss trainiert werden. Die Fährtenhunde - Ausbildung erfolgt mit steigendem Schwierigkeitsgrad. Nach erfolgreicher Absolvierung können Mensch und Hund dann gemeinsam zur großen Leistungsprüfung antreten.
Schutzdienst:
Für die Schutzhundeausbildung benötigt der Hund ein angeborenes Triebverhalten!
Trieb ist eine angeborene Verhaltenweise auf
Umweltreize.
Der Trieb des Hundes muss belastbar sein. Darunter versteht man, dass der Trieb
des Hundes über eine längere Zeit trotz Einwirkungen bzw. körperlicher Ermüdung
In erste Linie werden Beutetrieb und der Wehrtrieb für die
Schutzdienstausbildung, sowie das Meideverhalten und der Kampftrieb genützt.
Neben diesen Triebanlagen sind aber auch noch
andere Faktoren von großer Bedeutung für die Schutzdienstausbildung! Es sind vor
allem der
Mut,
die Härte und die
Führigkeit.
Ebenso wichtig wie die Triebanlagen sind diese Veranlagungen. Unter dem Mut
versteht man die Bereitschaft des Hundes, sich fremden Dingen oder Lebewesen
schneidig und ohne Furcht zu nähern. Für die Schutzhundeausbildung ist daher nur
ein mutiger Hund geeignet.
Unter
Härte
versteht man die Veranlagung, unliebsame Umweltreize möglich rasch wieder zu
vergessen. Auch ein gewisses Maß an Härte muss dem Hund angeboren sein, da er
ansonsten wiederum rasch in ein unerwünschtes Meideverhalten verfällt.
Ein ganz wesentlicher Aspekt ist aber die Führigkeit. Sie entspricht wieder dem
Rudeltrieb. Der Hund muss bereit sein dem Hundeführer die Führerrolle willig zu
überlassen. Nicht führige Hunde stellen ein ebenso großes Problem dar, weil die
erforderlichen Gehorsamteile nicht oder nur mangelhaft ausgeführt werden.
Der Hund wird durch den Schutzdienst NICHT "scharf" gemacht (Das ist die Vorstellung von Außenstehenden), sondern
lernt mit seinen Trieben umzugehen. Es ist wichtig, dass der Helfer den Hund zum
Hundeführer passend ausbildet. Der Hund sollte besonders in den
Aggressionsbereichen nur so weit gearbeitet werden, dass der Hundeführer noch
mit dem Hund "zurecht kommt".
Bei "schwachen" Hundeführern muss daher vielleicht auf einen Teil des Potentiales des Hundes verzichtet werden.
Wir wollen einen Sport mit den Hunden betreiben, mit dem wir auch jederzeit in die Öffentlichkeit gehen können und vorführen, dass unsere Hunde gutmütig sind und lediglich die natürlichen, im Hund vorhandenen Triebe gefördert und in die entsprechenden Bahnen geleitet werden.